2009 Tedesco – Fidibus

 

Zeitschrift fur literatur und literaturwissenschaft 2007 – nr. 1
35 Jahrgang
Übersetzung/ Traduzione a cura di Reinhard Kacianka

Mentre le palme ruotanoMentre le palme ruotano
Come pale nel vento,
il mare, questa sera,

batte la sua onda
assidua.
Questo non tempo …

D’una palma che t’incontra,
che ti saluta.

Wärend die Palmen schwingenWährend die Palmen schwingenwie
Räder im Wind,
peitscht das Meer

diesen Abend
sein Wogenmit Eifer.
Dies ist nicht der Takt…

einer Palme, die dir begegnet*
und dich grüsst.

Wo das Licht wohnt

Marco Marangoni

Amore mio, l’unicoAmore mio, l’unico che conosco a Dio simile,
mi sei vicina sempre, anche se ti oscuri

per essermi vicina, diversa-
mente.

Meine Liebe, die einzigeMeine Liebe, die einzige, die ich Gott ähnlich kenne,
du bist mir auch dann nahe, wenn du dich verbirgst

um mir nahe zu sein, ganz
anders.

 

E come comincia il giorno

E come comincia il giorno, e di nuovo:
e come s’alza una nebbia

sul mare

l’acqua dei baci è germoglio, a perduti
orizzonti e favolosi, a naufragi.

Und wie der Tag beginnt

Und wie der Tag beginnt, und aufs Neue:
und wie ein Nebel steigt

auf dem Meer

ist das Wasser der Küsse ein Aufbruch zu verlorenen
und märchenhaften Horizonten, in den Untergang.

 

Mattini come questi

Mattini come questi,
di familiari mementi: mondi
siano i momenti.
Mondi intimi
e stelle.

Morgen wie diese

Morgen wie diese,
voll vertrauter Erinnerungen: Welten
sind die Augenblicke.
Vertraute Welten
und Sterne.

 

La luce di settembre

La luce di settembre che si addensa
Sulle foglie, che corre lungo i bordi
e disegna le case,
gli oleandri.
Le palme che di un vento
palpitano
immobile.
Strade che si dirigono verso
il cielo
quando la terra si ritrae, in un orlo
estremo.
 September-Licht

September-Licht, es sammelt sich
in den Blätern, verläuft entlang, der Ränder
und zeichnet die Häuser,
den Oleander.
Die Palmen, liebkost vom Wind,
erzittern,
unbeweglich.
Strassen führen in
den Himmel
wenn die Erde sich darstellt,
im ÄuBersten.

 

Lento cede

Lento, lento cede questo sole,
lento cede, cedi anche
tu … foglia, amore.

Scendere è come … andare
dove va
chi solo si sente e sale

in sé, dentro al suo fuoco;
bruciando, a poco a poco, ogni tempo. Ogni
luogo.

Langsam verblasst

Langsam, langsam diese Sonne,
langsam verblasst sie, verwelke auch
du…Blatt, Liebe.

Untergehen ist wie…dorthin gehen,
wohin der geht,
der sich allein fühlt und in sich

wächst, in seinem Feuer;
nach und nach verbrennt alle Zeit. Jeder
Ort.

 

Sera, stanchezza

Sera, stanchezza …
si ripensa … senza più
sole; si andrà a dormire.

Domani, certa gioa
riprenderà …
destando in noi sorpresa.

Ma ora che piove sull’asfalto afoso,
a mezzanotte,
tardo si fa il respiro,
l’affano senti come
di una piccola fine.

 Abend, Müdigkeit

Abend, Müdigkeit
man sinniert… untérgegangen
die Sonne; man geht zu Bett.

Morgen wird der Spaß gewiss
weitergehen
uns Überraschung bereiten.

Jetzt aber regnet es auf den heißen Asphalt,
um Mitternacht
kommt das Aufatmen spät,
die Beklemmung, erscheint wie
ein kleines Ende.

 

Il vento

Il vento scorre lento sulle corde
del mare: un’arpa
d’arcane note: dolci,
salato-amare.

Il vento è musica
che muove
miracoli, città nuove, le disfa
e fabbrica la polvere;

il vento è un altrove che giunge
interno a spazi e cose
e rompe il silenzio, traccia
arabe danze.

Der Wind

Der Wind streicht sanft die Saiten
des Meeres: eine Harfe
verwunschener Klänge: süß,
salzig und bitter.

Der Wind ist Musik,
die Wunder wirkt, Sädte bewegt, zerstört
und zu Staub werden lässt;

Der Wind ist ein Anderswo, das
in Raum und Dinge reicht,
und das Schweigen bricht, er tänzelt
in Arabesken.

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